Wie schwer oder leicht ist die IHK-Fachkundeprüfung für den Bereich Güterkraftverkehr wirklich?
Diese Frage bekommen wir von AVB-Seminare fast täglich gestellt. Außerdem auch die Frage: „Glauben Sie, das ich die Prüfung bestehen kann?“
Unsere Antwort lautet eigentlich immer: „Wir kennen Sie nicht; wir kennen nicht Ihre Auffassungsgabe, wir kennen nicht Ihren schulischen oder beruflichen Hintergrund. Wir können auch hier am Telefon nicht einschätzen, wie hoch Ihr persönliches Engagement sein wird, das im Seminar Gelernte noch weiter zu vertiefen um optimal vorbereitet in die Prüfung zu gehen.
Insgesamt kann man aber sagen, die IHK-Prüfung zur Fachkunde im Güterkraftverkehr (die Voraussetzung, um Verkehrsleiter zu sein) gilt als absolut machbar, aber nicht leicht. Mit einer guten Vorbereitung, Seminar, Literatur und viel Eigenengagement bestehen die meisten Kandidaten.
Bestehensquote
Bei vielen Industrie- und Handelskammer-Prüfungen liegt die Bestehensquote ungefähr zwischen 50 % und 70 %. Hier sind allerdings auch die Kandidaten eingerechnet, welche sich nur bedingt vorbereiten, evtl. wurde ein Buch gekauft; meistens wird es dann nach 20 Seiten lesen an die Seite gelegt und dann wird nach dem Motto verfahren, es wird bei der Prüfung schon gut gehen. Selten geht es mit einer derartigen Vorbereitung gut.
Wir als deutschlandweit führender Seminarveranstalter für die Vorbereitungslehrgänge auf die IHK Fachkundeprüfungen in den Bereichen Fachkunde Güterkraftverkehr, Fachkunde Omnibusverkehr und Fachkunde Taxi-/Mietwagenverkehr, können ganz klar festhalten, dass ca. 80% der Seminarteilnehmer die Prüfung bestehen. Natürlich gibt es Seminarveranstalter die behaupten, bei Ihnen bestehen 100%, das dürfte maximal als untaugliches Verkaufsargument herhalten und in keiner Weise der Realität entsprechen Wir als Seminarveranstalter wissen nie, wer vor uns sitzt. Und natürlich sitzen da auch immer wieder Kandidaten, die werden die Prüfung aufgrund fehlender Voraussetzungen und fehlendem Engagement (siehe oben) nicht bestehen.
Bemerkenswert ist aber auch, viele Kandidaten bestehen erst beim zweiten Versuch, weil sie dann wissen, wie die Prüfung aufgebaut ist.
Warum viele beim ersten Versuch scheitern
1. Stoff wird unterschätzt
Viele denken, es geht nur um Transportpraxis. Die Prüfung enthält aber auch:
- Rechnungswesen
- Recht
- EU-Vorschriften
- Betriebswirtschaft
Das überrascht viele Teilnehmer.
2. Probleme mit Kostenrechnung
Der häufigste Punktverlust entsteht bei:
- Transportkalkulation
- Kosten pro Kilometer
- Fixkosten / variable Kosten
- Gewinnberechnung
Viele Fahrer oder Disponenten haben damit wenig Erfahrung. Oder sind nicht mehr geübt. Seit vielen Jahren wurde kein Taschenrechner mehr in die Hand genommen. Schon der einfache Dreisatz macht Probleme. Die Dozenten von AVB wissen das und agieren entsprechend in den Seminaren. Und spätestens ab Dienstag Nachmittag funktionieren bei den betroffenen Teilnehmern zumindest die Grundrechenarten wieder.
3. Lenk- und Ruhezeiten werden falsch angewendet
Ein Klassiker: Teilnehmer kennen die Regeln, wenden sie aber im Fallbeispiel falsch an.
Typische Fehler:
- Pausen falsch berechnet
- Tageslenkzeit überschritten
- Wochenlenkzeit falsch verstanden
4. Zeitdruck in der Prüfung
Viele verlieren in der Prüfung Zeit, weil sie:
- zu lange über einzelne Fragen nachdenken
- Aufgaben mehrmals neu rechnen
5. Zu wenig Prüfungstraining
Manche lernen nur aus Büchern.
Die IHK stellt Fragen aber oft anders formuliert als im Lehrbuch.
Wer vorher Übungsprüfungen macht, hat deutlich bessere Chancen.
6. Realität:
Mit guter Vorbereitung und dem immer wieder erwähnten und notwendigem Eigenengagement bestehen die meisten Kandidaten spätestens beim zweiten Versuch.
Hier ein paar Eindrücke in Bezug auf unsere Erfahrungen als Seminarveranstalter in Bezug auf die IHK-Prüfungen
Wir von AVB halten die Prüfungen für gut machbar; sie sind im Bereich der schriftlichen Prüfung inhaltlich relativ fair aufgebaut und daher mit einer guten Vorbereitung und einer ordentlich Portion Eigenengagement absolut bestehbar. Natürlich haben sich auch in die schriftlichen Prüfungen manchmal Fragen verirrt, da fragt man sich dann schon, was das soll, aber wegen 2-5 unsinnigen Fragen und deren eventueller falscher Beantwortung wird man nicht unbedingt durch die Prüfung fallen. Komplizierter wird es bei vielen Prüfungen erst im Bereich der evtl. notwendigen mündlichen Prüfung. Insgesamt laufen diese Prüfungen auch nach unserem Kenntnisstand sehr ordentlich ab, die Prüfungskandidaten werden teilweise bei der Beantwortung der Fragen gut unterstützt. Das Ziel scheint es schon zu sein, dass die Kandidaten, wenn es halbwegs vertretbar ist, die Prüfung auch bestehen.
Das letztendliche Fazit lautet also: Mit Vorbereitung bestehen die meisten – ohne Lernen fallen relativ viele durch.
Und das gilt auch für die IHK Prüfungen Fachkunde Omnibusverkehr und Fachkunde Taxi-/Mietwagenverkehr!
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