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Siegfried Allert, 13.09.2021

Fernfahrermangel auch in Deutschland!

Der Bundesverband Güterverkehr Logistik und Entsorgung stellt eine extreme Zunahme von fehlenden Kraftfahrern in Deutschland fest; 60.000 - 80.000 Fahrer fehlen, Tendenz steigend. Jährlich gehen ca. 30.000 Kraftfahrer in den Ruhestand, lediglich 15.000 neue Kraftfahrer kommen nach.

Der Bundesverband warnt vor einem Versorgungsengpass, der, wenn nicht entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, unvermeidbar sein wird.

Das Standing des Berufskraftfahrers in der Gesellschaft ist nicht gerade optimal!

Und schon wieder wird auf der Attraktivität des Berufs des Kraftfahrers rumgetrommelt. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, lange Staus auf den Autobahnen, zu wenig Parkplätze, schlechte Entlohnung. An Allem mag etwas dran sein, nur, welcher Job hat denn nur Vorteile und keine Nachteile?

Wir von AVB sind der Meinung, alleine eine bessere Bezahlung wird nicht viel bringen obwohl Sie teilweise durchaus wünschenswert wäre. Das Thema Familie ist jedem Kraftfahrer bekannt, bevor er sich zu dieser Berufswahl entschließt. AVB meint, wichtiger wäre es, wenn das Miteinander zwischen Fahrpersonal, Lager und Büro (Disposition) verbessert würde. Und wichtig wäre es auch, das Thema Kraftfahrer, Transport von Waren medial mehr in den Focus zu rücken, so dass die Öffentlichkeit die Bedeutung dieser Branche erkennt. Während der Corona-Pandemie wurde zwar auch für Kraftfahrer geklatscht, aber nur kurz. 

In Kommissionen macht man sich Gedanken, wie man den Beruf aufwerten kann; eine Kommission kam auf den Gedanken, den Kraftfahrer zukünftig "Road-Manager" zu nennen. Na denn.

Wir von AVB befürworten den Anstoß von Herrn Engelhardt vom Bundesverband. Er plädiert mit Blick auf Deutschland für die Genehmigung längerer Lastwagen, in denen Fahrer mit integrierten Sanitäranlagen und besserer Ausstattung autarker ihre Ruhezeiten verbringen können.

Das wäre zumindest ein Anfang.

Letztendlich wird uns dieses Thema noch lange beschäftigen.

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